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Weihnachtsfeier-Knigge  

Der Knigge für Weihnachtsfeiern: Stilvoll auftreten und Fettnäpfchen umgehen

Alle Jahre wieder laden Unternehmen zur betrieblichen Weihnachtsfeier ein. Die Geschäftsführer nützen diese Gelegenheit gerne, um noch einmal das zurück liegende Geschäftsjahr Revue passieren zu lassen und auch der Belegschaft zu danken. Betriebsfeiern sind eine gute Gelegenheit, Vorgesetzte und Mitarbeiter in einer lockeren Atmosphäre abseits des üblichen Tagesgeschäfts besser kennen zu lernen. Doch Vorsicht! Das "ungezwungene" Beisammensein birgt auch Risiken.
Lesen Sie hier, die wichtigsten Regeln, die Sie als Gast beachten sollten, damit Sie – auch beim Weihnachtsfest – die richtige Mischung aus Distanziertheit und Vertraulichkeit finden. Grundregel ist: Benehmen Sie sich so, dass Sie auch am nächsten Tag selbstbewusst und guten Gewissens Ihren Kollegen und Vorgesetzten gegenüber treten können.

  1. Sagen Sie auf jeden Fall zu, denn Fernbleiben wird als Desinteresse und Arroganz ausgelegt. Schnell werden Sie zum Außenseiter abgestempelt. Sagen Sie nur ab, wenn Sie einen wirklich triftigen Grund haben.
  2. Auf der Betriebsfeier gehört es sich, zunächst den Chef, als Gastgeber zu begrüßen und mit ihm ein paar Worte zu wechseln. Aber bitte nicht übertreiben. 'Guten Abend' sagen und sich für die Einladung bedanken, reicht. Der Gastgeber muss auch alle anderen Gäste begrüßen. Wichtig ist, dass es beim Small Talk bleibt. Geschäftliches ist tabu. Es ist unpassend, dem Chef über den letzten Stand des neuen Projektes oder von den neuen Kunden zu erzählen.
  3. Allzu legere oder freizügige Kleidung wie tiefdekolletierte Spaghettiträger-Tops und Superminis sind genauso deplatziert wie Sweatshirts und Jeans. Wählen Sie Ihre Kleidung dem Anlass angemessen, festlich und förmlich. Damen sind mit Kostüm oder Hosenanzug in eher zurückhaltenden Farben und Schnitten mit einer dazu passenden Bluse und geschlossenen Schuhen dem Anlass entsprechend gekleidet. Dazu sollten Sie dezenten Schmuck tragen (höchstens fünf Teile, wobei die Uhr und die Brille auch als Schmuckstück zählen). Sie sind zwar auf einer Weihnachtsfeier, aber deshalb müssen Sie nicht wie ein Christbaum glitzern. Als Herr sollten Sie je nach Branche und Position eine dezente Kombination oder den Anzug wählen. Die Krawatte gehört nicht immer zwangsläufig dazu. In Betrieben, in denen überwiegend technisch, handwerklich oder künstlerisch gearbeitet wird, sind Schlipse übers Jahr so selten anzutreffen wie auf dem Bau.
  4. Der Gastgeber bestimmt den Grad der Förmlichkeit und den Stil des Abends. Auch wenn es warm ist, sollten Herren den Dresscode nicht eigenmächtig lockern. Legt jedoch der Gastgeber – im Sinne aller Anwesenden – das Jackett und evtl. sogar die Krawatte ab, dürfen Sie seinem Beispiel folgen.
  5. Halten Sie sich mit alkoholischen Getränken zurück. Alkoholgenuss enthemmt und kann peinliche Folgen nach sich ziehen. Sie könnten Dinge ausplaudern, die Sie am anderen Tag bereuen. Trinken Sie viel Wasser oder Saft zu alkolischen Getränken. Auf Schnaps etc. sollten sie verzichten.
  6. Stürmen Sie nie als Erste(r) das Buffet und überladen Sie den Teller nicht. Es ist unästhetisch, wenn sich mehrere Speisen und Soßen auf dem Teller mischen. Sie dürfen auch ein zweites Mal zum Buffet gehen. Früher galt die Regel, dass der Teller leer gegessen werden muss, da ansonsten der Eindruck ensteht, es habe nicht geschmeckt. Heute wird das lockerer gesehen. Sie müssen sich nicht vollstopfen. Wenn Sie schon satt sind oder keinen Appetit mehr haben, lassen Sie die Reste auf dem Teller liegen. Das ist kein schlechter Stil. Nur: Wenn Sie selbst den Teller füllen, sollten Sie nicht mehr Speisen wählen, als Sie auch essen können.
  7. Gespräche über das Unternehmen und die Arbeit gehören nicht auf eine Betriebsfeier. Hier ist lockerer Small-Talk angesagt. Geeignete Themen sind der Dauerbrenner Wetter, Reisen, Essen, Familie, Kultur, Kino, Hobbies und aktuelle Tagesereignisse. Lesen Sie gründlich die Zeitung, denn da finden Sie jede Menge interessanten Gesprächsstoff (z. B. die Rettung der Bergarbeiter in Chile). Absolut tabu sind hingegen Gespräche über Politik, Religion, Geld, Sex und Ehekrisen.
  8. „Baggern“ Sie nie in feierseliger Laune die hübsche Kollegin an. Oder noch schlimmer: Werden Sie auf keinen Fall zudringlich. Am nächsten Tag sehen Sie sich wieder und können sich nicht aus dem Weg gehen. Auch die Damen dürfen nicht allzu heftig flirten, und schon gar nicht mit dem Chef.