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Wie Sie sich im Online-Netzwerk sicher und angemessen bewegen

Rund zehn Millionen Mitglieder nutzen mittlerweile Facebook in Deutschland. Das erfolgreiche Netzwerk lebt davon, dass die Nutzer Informationen austauschen und recht offen miteinander kommunizieren. Doch Vorsicht ist geboten. Die Facebook-Plattform ist wie ein offenes Buch, in dem viele mitlesen können. Hier einige Regeln, die man beachten sollte:

Privatsphäre schützen
Vollständige Adresse, Telefonnummer, Werdegang, Interessen, politische Meinung: Solche Informationen sollten im Internet nicht für jeden sichtbar sein.

Facebook bietet Sicherheitseinstellungen, mit denen ausgewählt werden kann, was von wem im eigenen Profil zu sehen ist. Ebenso kann man verhindern, dass die eigene Facebook-Seite in Onlinesuchdiensten wie Google überhaupt zu finden ist.

Freunde auswählen
Nehmen Sie nur Freundschaftsanfragen von Personen an, die Sie auch kennen. Sie teilen ja Privates auch nicht mit jedem auf der Straße. Es ist zudem nicht unhöflich, Freundschaftsanfragen auszuschlagen. Ebenso ist das Beenden von Freundschaften jedem freigestellt. Eine qualitative Auswahl wirkt allemal seriöser als eine Freundesliste, die von Sammelwut zeugt.

Privates und Berufliches trennen
Was Freunde lustig finden, ist für den Chef, die Kollegen oder die Personalabteilung vielleicht weniger zum Lachen. So sollten Sie auf keinen Fall Diffamierendes über Ihre Firma oder Mitarbeiter schreiben. Sie können auch Ihre Freunde in Gruppen einteilen und bestimmen, was diese jeweils von Ihrem Profil sehen können. Für Beziehungen zu Geschäftspartnern sind Business-Plattformen wie Xing oder Linked-In deutlich besser geeignet.

Kontakte pflegen
Wird an Ihre Pinnwand geschrieben oder Sie erhalten eine Nachricht, ist es höflich, auch zu antworten. Schließlich lebt so ein soziales Netzwerk von der Kommunikation.

Mit Bedacht posten
„Pommes-Mayo“, „Ich bin müde“, „Schönes Wetter“. Manche Nutzer dokumentieren einfach alles. Interessieren tut es aber kaum jemanden. Dass Sie im Urlaub sind, interessiert andererseits möglicherweise Einbrecher. Auch sollten Sie mit eigenen Kommentaren zu Meldungen anderer Nutzer eher sparsam sein. Wer alle paar Minuten Statusmeldungen von sich gibt, erregt den Verdacht, er habe nichts Besseres zu tun.

Nicht zu persönlich werden
Möchten Sie jemandem etwas Persönliches mitteilen, empfiehlt es sich, eine Nachricht zu schicken, statt an die Pinnwand zu schreiben.

Peinliche Bilder vermeiden
Partyfotos, peinliche Situationen, pompöse Selbstinszenierung – alles Bilder, über die Sie sich später möglicherweise ärgern. Die goldene Regel: Nur unverfängliche Fotos posten. Das gilt auch für Bilder mit anderen, die ohnehin nicht ohne deren Zustimmung veröffentlicht werden sollten. Passen Sie auf, ob Sie selbst auf Fotos von Freunden abgebildet oder verlinkt sind. Gegebenenfalls bei den Freunden auf Löschung bestehen.

Onlinestatus verbergen
Wenn Sie nicht möchten, dass jeder gleich sehen kann, ob Sie on- oder offline sind, sollten Sie sich in der Chat-Funktion immer auf „offline“ stellen.

Vorsicht bei Spielen und Apps
Sie können über Facebook an zahlreichen Online-Spielen teilnehmen und andere Anwendungen (Apps) benutzen. Doch nicht jeder möchte mehrmals täglich mit Spiel- oder Quizanfragen von anderen Nutzern belästigt werden. Außerdem ist zu bedenken, dass bei Spielen und Apps oft Drittanbieter Zugriff auf Profildaten haben.

Urheberrecht beachten
Auch auf Facebook gilt das Urheberrecht. Daher dürfen nur selbst erstellte oder ohnehin öffentliche Inhalte hochgeladen werden.

Auch mal abschalten
Virtuelle Freundschaften sind nicht mit realen gleichzusetzen und können reale Freunde nicht ersetzen. Daher gilt: Einfach mal wieder ausloggen – und wirkliche Freunde in der analogen Welt treffen.

 

 

Foto: Tim Reckmann / pixelio.de